• Tobias Scheibe

Es wird nicht mehr angegrillt: vom Fleisch-DJ zum Heissrauch-Artisten


 

Meist Mitte Mai, wenn die Grillsaison von den Fleischfabrikanten und Fertigsossen-Herstellern in der Werbung „offiziell eröffnet“ wird, heisst es in vielen deutschen Gärten: es wird angegrillt! ​

Tausende (in der Regel männliche) Griller fühlen sich also bei der Ehre gepackt und kippen literweise Spiritus auf die Kohle, um diese (oft unter unbedachten Einsatz Ihres Lebens) getreu dem Neandertaler-Motto zu entzünden: „ich habe Feuer gemacht!“ ​ Dann wird das beim Discounter „gejagte und günstig geschossene“ Grillgut auf die lodernden Flammen gelegt. Wahrscheinlich fängt wohl jeder erstmal irgendwie damit an, die Würste, das Putenfilet und das Nackensteak auf den Grill zu legen. Nach bestem Wissen und Ermessen wird das Fleisch dann so lange gewendet und gedrückt, im worst case -aus selbst unbekannten Gründen-auch noch mit dem eigenen Bier besprenkelt, bis es „fertig“ aussieht.

Das kann dann gelingen, muss aber nicht. Die hungrigen Grillgäste sind dementsprechend entweder entzückt, pimpen das vielleicht viel zu trockene Fleisch mit viel Soße aus der Thomy-Flasche oder bemerken mit mitleidigem Blick „Du Schatz, das ist innen noch ganz roh!“ Wir würden diesen Typ Griller heute wohl als Fleisch-DJ bezeichnen: man legt das Fleisch auf den Grill und lässtes laufen. Meist haben die Zubereitungen keine großen Ansprüche, das sogenannte „Flachgrillen“ kann eigentlich auf jedem Holz-, Kohlen-, Gasgrill oder auf einer heissen Elektroplatte (bei welcher der Autor sich mit der Klassifizierung Grill sehr schwer tut), funktionieren. Die Temperatur des Grillrosts ist „heiß genug“ und die Kerntemperatur des Grillguts wird mit „das ist durch“ grob abgeschätzt. So weit, so gut, so haben auch viele von uns angefangen. Irgendwann packt den Einen oder Anderen dann aber vielleicht der Ehrgeiz und man fängt an, sich Gedanken zu machen, sich die Fragen zu stellen:

  • was bitte meint der Kollege mit „indirekter Hitze“,

  • wieso braucht ein Grill einen Deckel und

  • was -um Himmels Willen- ist ein „longjob"

Und da kommen dann ab sofort und sehr gerne WIR ins Spiel:

die Deerns und Jungs der #northcrewbbq, die wir mittlerweile mit dem Begriff „angrillen“ nichts mehr anfangen können, da bei jedem von uns nahezu täglich und ganzjährig irgendein Grillgerät irgendein Gericht gart...

Was uns in der Crew eint, ist die große Leidenschaft am Grillen, an der „Arbeit“ und dem experimentieren mit Feuer, Flamme und Rauch und dem oft stundenlangen beobachten von Rauchdichte und Kerntemperatur.

Es ist uns ein Bedürfnis leckere Teller vor-und zuzubereiten und anderen Menschen auch mal nicht-alltägliche und außergewöhnlichen Gerichte aufzutischen.

(Die Rezepte findet Ihr hier im Blog)

Um unser Hobby mit Euch zu teilen, wollen wir als #northcrewbbq daher gerne von unseren Erlebnissen und Erfahrungen, aber auch Missgeschicken und Fails berichten, Tipps geben und dabei den einen oder anderen Fachbegriff mit unseren Worten erklären- ohne den Anspruch zu haben, eine Grill-Enzyklopädie zu entwickeln..

Wir freuen uns über Euer Interesse und halten Euch mit dem Newsletter immer auf dem Laufenden..!!

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch Tobias aka „Peter Grigio“.

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